Während des Scheidungsverfahrens zeigte mein Mann keinerlei Gefühlsregung, als er versuchte, unsere zwanzigjährige Ehe zu beenden. Kurz vor der Urteilsverkündung stand meine achtjährige Nichte auf und bat den Richter, ein Video von dem zu zeigen, was sie zu Hause gesehen hatte. Das schockierte alle Anwesenden im Gerichtssaal.

Die Scheidungspapiere kamen am Dienstagmorgen an.
Ein junger Bote lief unruhig vor meiner Tür hin und her. Man sah ihm an, dass es ihm sichtlich schwerfiel, einer 64-jährigen Frau in einer verwaschenen Schürze mit Blumenmuster einen Umschlag zu überreichen. Ich hielt noch meine erste Tasse Kaffee in der Hand, aus der langsam Dampf aufstieg, als er mich fragte.

„Catherine Stevens?“

Ich nickte, ohne zu ahnen, dass der Boden unter meinen Füßen gleich verschwinden würde.

Er erklärte mir ruhig und höflich, dass er meine Unterschrift zur Lieferbestätigung benötige. Ich überflog den fettgedruckten Text oben auf der Seite und spürte, wie etwas in mir erstarrte, als ob ein Motor plötzlich nicht anspringen wollte.