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Du bemerkst einen blauen Fleck.
Es ist klein, lila und schmerzlos. Man erinnert sich an nichts, gegen das man gestoßen ist, also schenkt man dem Ganzen keine Beachtung und nimmt an, es gehöre zum Älterwerden oder sei einfach nur alltägliche Ungeschicklichkeit.
In vielen Fällen ist ein gelegentlicher blauer Fleck harmlos. Blaue Flecken treten häufig nach kleineren Verletzungen auf, an die man sich nicht mehr erinnert, insbesondere an Armen und Beinen.
Blutergüsse, die neu auftreten, häufig vorkommen, großflächig sind, ungewöhnlich groß sind oder sich nur schwer erklären lassen, sollten jedoch ärztlich untersucht werden, insbesondere wenn sie zusammen mit Blutungen, Müdigkeit, Fieber, Schwellungen, Gewichtsverlust oder anderen Veränderungen auftreten.
Unerklärliche Blutergüsse bedeuten nicht zwangsläufig, dass etwas Ernstes vorliegt. Dennoch können sie gelegentlich mit Medikamentenwirkungen, Vitaminmangel, Blutgerinnungsstörungen, Lebererkrankungen, Durchblutungsstörungen oder anderen Erkrankungen zusammenhängen.
Wie blaue Flecken entstehen
Ein Bluterguss entsteht, wenn kleine Blutgefäße unter der Haut platzen und Blut in das umliegende Gewebe austritt.
Das eingeschlossene Blut kann zunächst rot, violett, blau oder fast schwarz erscheinen. Während der Körper es allmählich wieder abbaut, kann der Bluterguss grün, gelb oder braun werden, bevor er verschwindet.
Die meisten gewöhnlichen Prellungen heilen innerhalb von etwa zwei Wochen ab, größere Prellungen können jedoch länger brauchen.
Häufige Ursachen für Blutergüsse
Viele alltägliche Faktoren können die Wahrscheinlichkeit von blauen Flecken erhöhen.
- Kleinere Stöße oder Druckstellen, die unbemerkt blieben
- Dünnere Haut im Zusammenhang mit dem Alterungsprozess
- Verlust des schützenden Fettgewebes unter der Haut
- Häufige körperliche Aktivität oder Bewegung
- Sonnenbedingte Hautschäden
- Bestimmte Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel
- Kürzlich durchgeführte Bluttests, Injektionen oder medizinische Eingriffe
Warum blaue Flecken mit zunehmendem Alter häufiger auftreten
Mit zunehmendem Alter wird die Haut oft dünner und verliert einen Teil der Fettschicht, die die Blutgefäße polstert.
Auch die Blutgefäße können empfindlicher werden, sodass schon ein kleiner Stoß leichter einen sichtbaren Bluterguss verursachen kann als in früheren Jahren.
Altersbedingte Blutergüsse treten häufig an Unterarmen und Händen auf. Dennoch sollte eine plötzliche, starke Zunahme von Blutergüssen nicht automatisch dem Alter zugeschrieben werden.
Medikamente, die Blutergüsse verstärken können
Manche Medikamente beeinflussen die Blutgerinnung, die Funktion der Blutplättchen oder die Hautfestigkeit und können Blutergüsse deutlicher sichtbar machen.
Beispiele hierfür sind:
- Antikoagulanzien, oft auch Blutverdünner genannt
- Thrombozytenaggregationshemmer
- Aspirin
- Einige entzündungshemmende Medikamente
- Kortikosteroide
- Bestimmte Antibiotika oder andere verschreibungspflichtige Medikamente
Manche Nahrungsergänzungsmittel können auch das Blutungsrisiko beeinflussen, insbesondere in Kombination mit verschreibungspflichtigen Medikamenten.
Setzen Sie verschriebene Medikamente nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ab. Ein Arzt kann entscheiden, ob die Dosis, die Medikamentenkombination oder die Behandlung überprüft werden muss.
Wann Prellungen möglicherweise mehr Aufmerksamkeit erfordern
Blutergüsse sind besonders besorgniserregend, wenn sie:
- Tritt wiederholt ohne erkennbare Verletzung auf.
- plötzlich viel häufiger
- Ist ungewöhnlich groß oder schmerzhaft
- Tritt ohne erkennbare Ursache am Bauch, Rücken, Brustkorb oder Gesicht auf.
- Erscheint mit winzigen roten oder violetten Flecken
- Tritt bei Blutungen aus Nase oder Zahnfleisch auf.
- Entwickelt sich nach Beginn einer neuen Medikamenteneinnahme
- Geht einher mit Fieber, starker Müdigkeit, Schwellungen oder unerklärlichem Gewichtsverlust
Blutergüsse an sich sind oft harmlos, doch das Muster, die Lokalisation und die Begleitsymptome können Hinweise darauf geben, wann es Zeit ist, genauer hinzusehen.