Das sind die Folgen davon, mit dem/der… zu schlafen.

Das Gehirn verfügt über ein eigenes Hormonsystem, das uns stimuliert und so auf natürliche Weise Stimmung und Energie steigert.
Man muss nur wissen, wie man dieses System aktiviert. So geht's.

Simona Gouchan

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Gerade im Sommer fällt es manchmal schwer, fit zu bleiben. Zum Glück genügen schon wenige einfache Schritte, um neue Energie und Lebensfreude zu tanken. Der britische Neurowissenschaftler TJ Power, eine bekannte Persönlichkeit in den sozialen Medien (mit fast 900.000 Instagram-Followern), zeigt in seinem Buch „The Right Dose“ (ein cleveres Akronym für Dopamin, Oxytocin, Serotonin und Endorphine), erschienen bei Marabout, wie man die Glückshormone stimuliert.

Die amerikanische Psychiaterin Georgia Ede, eine in Harvard ausgebildete Spezialistin für Ernährung und Stoffwechsel, erinnert uns in ihrem Buch „Nourish Your Brain, Heal Your Mind“ (erschienen bei Thierry Souccar) daran, dass Ernährung für das psychische Wohlbefinden von grundlegender Bedeutung ist. Angstzustände, Depressionen, bipolare Störungen, Aufmerksamkeits- oder Gedächtnisprobleme – die Gehirnchemie wird maßgeblich durch die Ernährung beeinflusst. Die Zufuhr essenzieller Nährstoffe, das Vermeiden stressauslösender Substanzen und die Aufrechterhaltung eines gesunden Blutzucker- und Insulinspiegels sind daher entscheidend. Mit einfachen Routinen und einer ausgewogenen Ernährung lassen sich diese beiden Aspekte optimal aufeinander abstimmen.

Gewinnen Sie Ihre Motivation und Energie mit Dopamin zurück.
Benachrichtigungen, Likes, endlose Videos … das Gehirn funktioniert mit Dopamin, dem Molekül der Vitalität und Motivation. Doch durch die ständige Reizüberflutung erschöpfen sich die dopaminergen Schaltkreise. Die Folge: Wir langweilen uns schnell, schieben Dinge auf und fühlen uns ausgelaugt. Entgegen der landläufigen Meinung ist Dopamin nicht das Glückshormon, sondern das, was uns zum Handeln, Lernen und Schaffen antreibt. Für unsere Vorfahren brachte jede Anstrengung (Jagen, Feuer machen, eine Unterkunft bauen …) eine langsame, aber nachhaltige Belohnung, betont TJ Power. Heute genügt ein einfacher Klick oder ein Like, um einen kurzen Dopaminschub auszulösen – ein flüchtiges Vergnügen, das langfristig die Handlungsbereitschaft mindert.
Neurowissenschaftler nennen dies „evolutionäre Fehlanpassung“: Unser Gehirn, das auf anhaltende, greifbare Anstrengung ausgelegt ist, ist in einer Welt gefangen, in der alles sofort verfügbar ist, in der Belohnungen augenblicklich erfolgen – ein endloses „Dopaminland“. Die Lösung? Ein Neustart. TJ Power, selbst ehemals süchtig nach Benachrichtigungen, schlägt vor, das Gehirn neu zu trainieren, um durch einfache Gewohnheiten echte Zufriedenheit zu erlangen: kalt duschen, die Wohnung aufräumen, lesen oder sogar fernsehen … aber ohne Smartphone. Diese kleinen Handlungen, die etwas Selbstdisziplin erfordern, reaktivieren den natürlichen Dopaminkreislauf: Anstrengung, gefolgt von wahrer Freude.

„Wir müssen uns tagsüber Momente ohne unsere Mobiltelefone erlauben.“

Das Smartphone direkt nach dem Aufwachen zu meiden und den Morgen zu strukturieren, ist der erste Schritt. Wer sich innerhalb weniger Minuten nach dem Aufwachen in Benachrichtigungen stürzt, blockiert den Energieschub, den das Gehirn über Nacht aufgebaut hat, wenn es seine Ressourcen regeneriert. Anschließend das Bett zu machen, Zähne zu putzen oder kalt zu duschen, signalisiert dem Gehirn klar: „Ich übernehme die Kontrolle über meinen Tag.“ Um unnötige Dopamin-Schübe zu vermeiden, empfiehlt TJ Power, regelmäßig handyfreie Zeiten einzulegen: Über den Tag verteilt sollten feste Pausen ohne Smartphone eingeplant und bestimmte Zeiten für Social Media reserviert werden. Er selbst erlaubt sich nur drei Zeitfenster: 10:00 Uhr, 15:00 Uhr und 20:00 Uhr – Termine, auf die er sich freut.