Die nächsten Wochen spielte ich die perfekte Ehefrau.
Ich lächelte.
Ich kochte.
Ich stellte keine Fragen.
Und genau deshalb wurden Daniel und Sophie immer mutiger.
Sie glaubten, sie hätten bereits gewonnen.
Daniel brachte mir immer mehr Dokumente.
„Nur Formalitäten“, sagte er.
„Vertrau mir.“
Ich unterschrieb.
Zumindest glaubte er das.
Denn jedes Dokument wurde vorher von meinem Anwalt ĂĽberprĂĽft.
Und jedes Mal tauschten wir die Verträge heimlich gegen neue Versionen aus.
Daniel las niemals das Kleingedruckte.
Sein Fehler.
Währenddessen begann mein Anwalt Beweise zu sammeln.
Hunderte Beweise.
E-Mails.
Nachrichten.
Banktransaktionen.
Sprachnachrichten.
Alles wurde dokumentiert.
Eines Abends traf ich Sophie in einem Restaurant.
Sie saĂź dort mit Daniel.
Sie bemerkten mich nicht.
Ich setzte mich einige Tische entfernt.
Dann hörte ich Sophie sagen:
„Sobald Lena weg ist, gehört uns ihr ganzes Vermögen.“
Daniel grinste.
„Und sie wird niemals erfahren, wie dumm sie gewesen ist.“
Ich lächelte.
Denn genau in diesem Moment zeichnete ein Privatdetektiv jedes Wort auf.
Die Falle war fast bereit.
Doch ich wollte mehr.
Ich wollte, dass sie alles verlieren.
Nicht nur ihr Geld.
Sondern auch ihren Stolz.
Ihre Reputation.
Ihr gesamtes Leben.
Also wartete ich.
Bis zum perfekten Moment.
Und dieser Moment kam schneller als erwartet.
Denn Daniel organisierte eine groĂźe Gala fĂĽr den zehnten Jahrestag unserer Firma.
Über dreihundert Gäste.
Investoren.
Geschäftspartner.
Journalisten.
Die wichtigsten Menschen seines Lebens.
Und genau dort...
wĂĽrde ich zuschlagen.