Daniel versuchte zu lachen, aber es ging nach hinten los. „Mama, das ist übertrieben.“
„Nein“, sagte ich. „Übertrieben. Es ist peinlich vor meiner Familie, nachdem ich ein Auto und eine Geldbörse angenommen habe.“ Marissa ließ den Umschlag auf den Couchtisch fallen, als hätte sie ihn verbrannt. „Wir haben uns gerade unterhalten. Du kontrollierst immer alles mit Geld.“
Ich betrachtete ihn in seiner neuen Geldbörse. „Dann gib ihn mir.“ Ihre Hand umklammerte den Riemen fester.
Es war die erste ehrliche Antwort, die sie mir an diesem Abend gegeben hatte. Meine Anwältin, Louise Parker, hatte mich Monate zuvor gewarnt, dass Daniel und Marissa mit meiner Hilfe leichtsinnig würden. Sie wohnten mietfrei in dem Reihenhaus, das ich vor meiner Pensionierung gekauft hatte, und erzählten allen, sie würden „für ein Haus sparen“.
Sie hatte es versehentlich mir statt Daniel geschickt.
Ich erwähnte sie nicht. Ich wartete. Daniel hob die Benachrichtigung mit zitternden Händen auf. „Muss ich jetzt aus dem Reihenhaus ausziehen?“
„Ich regele gerade die Sache, von der du sagtest, ich hätte mich wie ein Kind gefühlt, das auf Fördergelder wartet.“
Die Schwester meines Mannes hustete in ihre Serviette. Sie sah Daniel mit offener Enttäuschung an.
Marissas Stimme wurde schärfer. „Dieses Reihenhaus ist im Grunde Daniels Erbe.“
„Nein“, sagte ich. „Es gehört mir.“ Daniel trat näher. „Papa würde niemals zulassen, dass du mich so behandelst.“
Mir wurde klar, dass mich die Trauer geschwächt hatte.
Jetzt, Weihnachten, hatte es mir deutlich vor Augen geführt.
Marissa deutete auf die Einfahrt. „Okay. Wir behalten das Auto und fahren.“
Ich schüttelte den Kopf. „Die Schlüssel bleiben auf dem Tisch, bis Daniel die Kreditraten bezahlt hat.“ Zum ersten Mal an diesem Abend sah Daniel seine Frau an, nicht mich.