Margaret schickte die Blumen mit einer Karte ins Krankenhaus, auf der stand: „Für Genesung und Vergebung.“
Ich warf sie in den Müll.
Daniel sah mich von der Tür aus an, sein Blick war leer. „Sie wusste es nicht.“
Sie lachte kurz auf. Dann verließ sie die Sitzecke.
„Doch, sie wusste es.“
„Du trauerst“, sagte er. „Mach kein großes Drama daraus. Es wurde erst zum Drama, als du deine kleine Mutter in mein Essen getan hast.“
Ich dachte an ihren Kiefer.
Ich dachte darüber nach.
Ich konnte es nicht beweisen.
Dieser Satz sagte mir alles.
Nicht, dass du Unrecht hättest.
Nicht, dass ich dir glaube.
Ich konnte es nicht beweisen.
Also hörte ich auf, mit ihm darüber zu reden.
Ich sagte den Müttern, dass sie trauerten.
Ich sagte meiner Mutter, sie sei „geldgierig“, und Margaret sei schon seit Jahren bei ihnen. Als Lena näher kam, knallte ich ihr die Restauranttür vor der Nase zu.
Auf der Mittagskarte gab es keine Meeresfrüchte.
Kein einziges Gericht.
Aber auf der Rechnung schon.
Ich bat die Kundin um eine kleine Überraschung: separat servierte, in Scheiben geschnittene Garnelen und einen „Spezial-Ruhefilter“.
Die Kundin wandte sich ab.
„Ich wusste gar nicht, dass Sie schwanger sind.“