Ich lächelte, als Victor alles nahm – das Haus, die Autos, das Geld, sogar mein Schweigen. Seine Geliebte lachte. Ich beugte mich vor. „Danke.“ Er runzelte die Stirn. „Warum?“ Ich warf einen Blick auf die Kameras. „Dafür, dass ich alles vergiftet habe.“ Um Mitternacht begann sein Imperium zu brennen.

Ich begegnete ihrem Blick und erinnerte mich an die nächtlichen Anrufe, das verschwundene Geld, die Scheinfirmen, die Passwörter, die Victor nicht länger verbarg, weil er glaubte, der Schmerz mache mich blind.

Drei Jahre zuvor hatte ich die Wirtschaftsprüfung aufgegeben, um ihm beim Aufbau seines „Imperiums für saubere Energie“ zu helfen. Nach außen hin war ich nur die ihn unterstützende Ehefrau. Er erwähnte nie, dass ich die Systeme entwickelt hatte, denen seine Investoren vertrauten – oder dass ich von allem Kopien anfertigte.

Männer wie Victor lieben Bewunderung, nicht Verantwortlichkeit.

Er drehte sich um und genoss seinen Sieg. „Das wird schon“, sagte er. „Vielleicht solltest du Buchhaltung unterrichten. Etwas Einfaches.“

Celeste hakte sich bei ihm ein. „Komm schon, Liebling. Lass uns feiern.“

Ich nickte. „Viel Spaß dabei.“

Victor trat näher und senkte die Stimme. „Dieses ‚Danke‘ klang seltsam.“

„Hat es das?“

Er suchte in meinem Gesicht nach Anzeichen von Panik – fand aber nichts. Das ärgerte ihn.

„Du hast verloren, Maya.“

Ich warf einen Blick an ihm vorbei – hin zu den Kameras, den Reportern und dem schwarzen Wagen auf der anderen Straßenseite, in dem zwei Bundesagenten warteten.

„Nein“, sagte ich leise. „Ich wurde freigelassen.“

Celestes Lächeln erlosch für einen kurzen Moment.

Dann zog sie ihn weg.

Und ich sah zu, wie mein Ex-Mann direkt auf die erste verschlossene Tür seines neuen Lebens zuging.

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