Er sagte verlegen:
„Yasmin … es ist nicht so, wie es scheint.“
Sie sah ihn an, ihre Augen voller Enttäuschung.
„Seit wann?“
„Hör mir erst zu …“
Plötzlich rief sie aus:
„Seit wann betrügst du mich mit den Menschen, die mir am nächsten stehen?!“
Adam senkte den Kopf.
Und das war das eigentliche Geständnis.
Yasmin fühlte, als sei etwas in ihr für immer gestorben.
Es war nicht nur der Verrat, der schmerzte … es war der Gedanke, dass zwei Menschen, denen sie vollkommen vertraut hatte, jeden Tag hinter ihrem Rücken lachten.
Sie erinnerte sich, wie Reem sie immer in den Arm genommen hatte, wenn sie wegen ihrer Eheprobleme geweint hatte, und wie sie ihr geraten hatte, geduldig zu sein und zu lieben … obwohl sie selbst die Ursache all dieses Schmerzes war.
In dieser Nacht weinte Yasmin nicht.
Und das ängstigte Adam mehr als alles andere.
Die Wochen zogen sich unheimlich langsam hin.
Yasmin war beängstigend still geworden.
Keine Streitereien, keine Tränen, kein Wort von Scheidung.
Selbst Adam begann zu glauben, der Sturm sei vorüber.
Doch er ahnte nicht, dass seine Frau geduldig ihre Rache plante.
Sie arbeitete mit ihm in seiner Firma und kannte all seine Geheimnisse: die gefälschten Bilanzen, das versteckte Geld, die illegalen Geschäfte, die er vor allen verbarg.
Reem hingegen lebte in einer Siegesträumerei.
Sie glaubte, Adam würde seine Frau bald verlassen und sie heiraten.
Doch auch sie täuschte Adam und verkaufte jeder Frau einen anderen Traum.
Einen Monat später veranstaltete Adam eine pompöse Party, um einen neuen Deal zu feiern.
Geschäftsleute, Journalisten, Familienmitglieder und alle wichtigen Persönlichkeiten der Stadt waren anwesend.
Reem betrat die Party in einem luxuriösen roten Kleid und gab sich als die neue Herrin des Hauses.
Yasmin betrat den Raum in einem eleganten schwarzen Kleid. Ihre ruhige Ausstrahlung verbarg einen Sturm, der sich unter ihr zusammenbraute.
Adam erstarrte einen Moment, als er sie sah.
Sie war schöner denn je … und gleichzeitig kälter.
Er ging auf sie zu und flüsterte: „Bitte … lass uns nach der Party reden.“ Sie lächelte ruhig und sagte:
„Natürlich … aber lass uns erst einmal feiern.“
Minuten später betrat Adam die Bühne, um sich an das Publikum zu wenden.
Doch plötzlich …
Das Licht ging aus.
Dann leuchtete die riesige Leinwand hinter ihm automatisch auf.
Ein Video erschien.
Adam … und Reem.